impakt schulleitung

Kurzbeschreibung

»impakt schulleitung«, das Schulleitungsprogramm der Wübben Stiftung, stärkt und unterstützt Schulleiterinnen und Schulleiter bei der Weiterentwicklung ihrer Schule. Es zielt ab auf die Motivation und die Eigeninitiative der Schulleitenden. Um einen passgenauen Prozess an der jeweiligen Schule in Gang zu setzen, bietet »impakt schulleitung« ein umfassendes Unterstützungsangebot. Die verschiedenen Bausteine können je nach individuellem Schwerpunkt zum Einsatz gebracht werden.
»impakt schulleitung« wird mit einer Begleitstudie durch ein Team unter der Leitung von Prof. Dr. Stephan Gerhard Huber vom Institut für Bildungsmanagement und Bildungsökonomie (IBB) der Pädagogischen Hochschule Zug erforscht und evaluiert.

Das Schulleitungsprogramm hat eine Laufzeit von insgesamt fünf Jahren (2015 – 2020) und wird durchgeführt mit Unterstützung durch das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Studie ist längsschnittlich angelegt, berücksichtigt die verschiedenen Perspektiven der einzelnen Akteure und Akteursgruppen und der verschiedenen Ebenen (Programm-, Schul- und Personenebene). Es wird ein Mixed-Methods Ansatz gewählt, d.h. quantitative und qualitative Erhebungsmethoden kommen kombiniert zum Einsatz.
Folgende Forschungsfragen stehen dabei im Fokus:

  1. Wie wirken die Interventionen der Führungskräfteentwicklung auf die Schulleitungen und wie wirken die Interventionen der Schulentwicklungsbegleitung auf die Schulentwicklung? Wie wirken die Interventionen insgesamt im Wechselspiel auf die Schulleitung und die Schulentwicklung?
  2. Wie wirksam ist Schulleitung für die Schulentwicklung? Wie wirken Maßnahmen der Schulentwicklung auf die Schulqualität, insbesondere auf das Lernen von Schülerinnen und Schülern (bzw. auf deren Lernleistung)?
  3. Welche Rolle spielen funktionale Passungen von Interventionen und Interventionsnutzenden sowie von Führungs- und Organisationsmerkmalen?

Ziel der Begleitstudie ist es darüber hinaus, aussagekräftige Ergebnisse und Empfehlungen zu erarbeiten, wie und unter welchen Bedingungen Schulleitungen und Schulen mit vielen Schülerinnen und Schülern aus bildungsfernen Familien unterstützt werden können, um die Schulqualität zu verbessern und die Bildungschancen benachteiligter Kinder und Jugendlicher zu erhöhen.

Hintergrund

»impakt schulleitung«

»impakt schulleitung« ist Programm der Wübben Stiftung, das Schulleiterinnen und Schulleiter bei der Weiterentwicklung ihrer Schule stärken und unterstützen soll. Es zielt ab auf die Motivation und die Eigeninitiative der Schulleitenden. Um einen passgenauen Prozess an der jeweiligen Schule in Gang zu setzen, bietet »impakt schulleitung« ein umfassendes Unterstützungsangebot. Die verschiedenen Bausteine können je nach individuellem Schwerpunkt zum Einsatz gebracht werden. Zu den Angeboten gehören: Ein dreijähriges Akademieprogramm, Schulleitungscoaching, Schulentwicklungsbegleitung für die Steuergruppen, Entwicklungsfonds sowie eine Rhythmisierung durch Boxenstopps zwischen den Akademien. Das Schulleitungsprogramm hat eine Laufzeit von insgesamt fünf Jahren (2015 – 2020) und wird durchgeführt mit Unterstützung durch das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Programmbausteine

Das Programm fokussiert Personalentwicklung von Schulleitenden in Schulen in schwieriger Lage. Es umfasst fünf Bausteine, die je nach Schwerpunkt eingesetzt werden können:

  • Schulentwicklungsbegleitung: Schulerfahrene Prozessmoderatoren unterstützen Schulentwicklungsprozesse vor Ort.
  • Vernetzung & Erfahrungsaustausch: Leitungskolleginnen und -kollegen sowie Schulen mit ähnlichen Schwerpunkten bilden ein tragfähiges Unterstützungsnetzwerk.
  • Fortbildungen: Fortbildner & Wissenschaftler bieten fachliche Inputs und praktische Trainings zu Schul- und Unterrichtsentwicklung, Personalführung, Kommunikation uvm.
  • Entwicklungsfond: Für die konkrete Umsetzung eines Schulentwicklungsprojekts kann ein Entwicklungsbudget abgerufen werden.
  • Individuelles Coaching: Professionelle Coaches begleiten die persönliche Weiterentwicklung der Führungsperson.

Einige Programmbausteine werden zentral umgesetzt (gemeinsame Akademieveranstaltungen), so z. B. Fortbildungen und Vernetzung & Erfahrungsaustausch. Sie sind auf den schulischen Qualitätsentwicklungsprozess ausgerichtet und unterstützen die Schulleiterinnen und Schulleiter bei der planvollen Steuerung und Kommunikation der Entwicklungsprozesse an ihrer Schule. Andere Bausteine sind dezentral organisiert und orientieren sich an den individuellen bzw. schulspezifischen Bedarfen: Das Coaching richtet sich individuell an die Schulleitung. Die Schulentwicklungsbegleitung und das Entwicklungsbudget sind auf die Weiterentwicklung der Schule ausgerichtet.

Das Institut für Bildungsmanagement und Bildungsökonomie (IBB) der Pädagogischen Hochschule Zug unterstützt die Schulleitungen mit Hilfe des Self-Assessments Kompetenzprofil Schulmanagement – Self-Assessment für pädagogische Führungskräfte, welches die Schulleitungen innerhalb der Projektphase bearbeiten und für sich oder gemeinsam mit ihrem Coach reflektieren können (www.bildungsmanagement.net/KPSM).

Ein Ineinandergreifen der Bestandteile und die Steuerung der Entwicklungen auf beiden Ebenen werden durch die professionelle Begleitung der Akademieveranstaltungen und den Austausch sichergestellt.

Begleitstudie

Ein Team unter der Leitung von Prof. Dr. Stephan Gerhard Huber vom Institut für Bildungsmanagement und Bildungsökonomie (IBB) der Pädagogischen Hochschule Zug erforscht und evaluiert das Programm »impakt schulleitung« der Wübben Stiftung mit einer Begleitstudie.

In der Studie werden Veränderungs- und Entwicklungsprozesse von Schulen in Nordrhein-Westfalen über einen längeren Zeitraum untersucht, um Gelingensbedingungen und
Voraussetzungen für Schulentwicklung zu verstehen.

Ziele der Begleitstudie

Ziel der Begleitstudie ist es, aussagekräftige Ergebnisse und Empfehlungen zu erarbeiten, wie und unter welchen Bedingungen Schulleitungen und Schulen mit vielen Schülerinnen und Schülern aus bildungsfernen Familien unterstützt werden können, um die Schulqualität zu verbessern und die Bildungschancen benachteiligter Kinder und Jugendlicher zu erhöhen.

Forschungsmodell der Begleitstudie

Um den Nutzen für die Teilnehmenden zu erhöhen, besteht die Möglichkeit, der jeweiligen Schule, und nur der jeweiligen Schule, schulspezifische Rückmeldungen aus den Erhebungen zur Verfügung zu stellen, wenn es von der Schulleitung gewünscht ist. Diese Rückmeldungen können für die Weiterentwicklung der Schule genutzt werden wobei Anonymität der Befragungsteilnehmenden gewahrt wird.

Forschungsfragen der Begleitstudie

  1. Wie wirken die Interventionen der Führungskräfteentwicklung auf die Schulleitungen und wie wirken die Interventionen der Schulentwicklungsbegleitung auf die Schulentwicklung? Wie wirken die Interventionen insgesamt im Wechselspiel auf die Schulleitung und die Schulentwicklung?
  2. Wie wirksam ist Schulleitung für die Schulentwicklung? Wie wirken Maßnahmen der Schulentwicklung auf die Schulqualität, insbesondere auf das Lernen von Schülerinnen und Schülern (bzw. auf deren Lernleistung)?
  3. Welche Rolle spielen funktionale Passungen von Interventionen und Interventionsnutzenden sowie von Führungs- und Organisationsmerkmalen?

Design der Begleitstudie

Die Begleitstudie ist als Längsschnittstudie angelegt: Über die Projektphase hinweg werden mehrere Erhebungen durchgeführt, um die Entwicklung der Schulen und die Wirkung von Maßnahmen der Führungskräfteentwicklung auf die Kompetenzentwicklung von Schulleitenden und die Wirkung von Schulentwicklungsmaßnahmen auf Organisationsveränderungen bis hin zu Auswirkungen auf exemplarische Lernleistungen zu analysieren.

Das Wissenschaftlerteam am IBB erforscht hierbei Schulentwicklung auf Grundlage von Daten aus rund 150 Schulen und einer derzeitigen Rücklaufquote von 74% bei Vollerhebungen bei den Mitarbeitenden der Schule (inkl. Ganztag). Es liegen Daten zu Input, Throughput, Output und Outcome vor.
Die Analysen umfassen Itemanalysen, explorative und konfirmatorische Faktorenanalysen, Identifikation der Ebenen der Daten (Person, Organisation), Cluster/ Profilanalysen, Interkorrelationen, Lasso-Regressionen, Pfadmodelle, SEM-Modelle zu Zusammenhängen von Schulleitung-Schulentwicklung-Schulqualität und Zusammenhänge von Interventionen-Schulleitung-Schulentwicklung-Schulqualität z.B. zu Sozialdynamiken: Positivdynamiken vs Negativdynamiken, Subkulturen in den Schulen, deren relative Größe sowie Zusammenhänge mit Schulentwicklung oder Turnaround vs Negativdynamik, Unterschiede in der Wahrnehmung von Interventionen im Zusammenhang von Organisationsmerkmalen, Zusammenhänge im Vergleich von Schulleitungseinschätzungen und Kollegiumseinschätzungen, Passung von Intervention und Passung von Schulleitung, Selbst- und Fremdwahrnehmung von Schulleitungsmerkmalen.

Die Studie untersucht die Weiterentwicklung von Schule und Schulleitung über den Zeitraum von drei Jahren pro Kohorte auf der Basis von Fragebogenerhebungen und Interviews. Nachfolgend die Skizzierung des Designs der ersten Kohorte:

Wübben Stiftung

Die gemeinnützige Wübben Stiftung fördert benachteiligte Kinder und Jugendliche, denen es aufgrund ihrer Herkunft besonders schwerfällt, den zahlreichen Herausforderungen der Schule und im Alltag zu begegnen. Dazu unterstützt die Stiftung Akteure des Bildungssystems bei der Entwicklung, Verbreitung und Verbesserung wirksamer Angebote durch Fördermittel, Beratung und Vernetzung.

Mehr zur Wübben Stiftung unter: www.wuebben-stiftung.de

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