Grundkurs Schulmanagement XXXI

Herausgeber

Huber, S.G.

Erscheinungsjahr

2022

Titel

Grundkurs Schulmanagement XXXI

Untertitel

Digitaler Wandel und Bildung: Lernen mit, durch und über Technologie

Form

Buch

Verlag

Carl Link/Wolters Kluwer

Abstract (long)

Digitalisierung, bzw. Bildung in einer digitalen Welt (KMK, 2017) rückt immer mehr ins Zentrum bildungswissenschaftlicher und schulpraktischer Diskussionen – und sie erlebte nicht zuletzt durch die COVID-19-Pandemie seit dem Frühjahr 2020 einen enormen Aufschwung. Digitalisierung war aufgrund der Schulschließungen nicht länger nur pädagogisches Beiwerk oder »Kür«, sondern plötzlich Grundlage zur Fortführung des Unterrichts und der kollegialen Zusammenarbeit.

Doch digitaler Wandel im Bildungskontext ist keine Aufgabe oder Herausforderung, der sich allein Mitarbeitende und Schulleitungen stellen müssen – sie wird zur Aufgabe für das gesamte schulische System und die Gesellschaft insgesamt. Die hohe Motivation bzw. das Interesse an neuen digitalen Lehr-Lern-Formaten während der Pandemie, welche auch viele Schülerinnen und Schüler in sich entdecken, wird als wichtiger Erfolgsfaktor für das Lehren und Lernen deklariert. Diese Entwicklung gilt es pädagogisch zu nutzen. Dabei sollte unterschieden werden: Lernen mit und durch Technologie sowie über Technologie.

Unterricht im Rahmen des digitalen Wandels erlaubt ganz explizit das »Lernen mit und durch Technologie« zur Förderung der Individualisierung und der Differenzierung gemäß der jeweiligen Lernstände der Schülerinnen und Schüler, aber auch das »Lernen über Technologie«, um vorzubereiten auf einen angemessenen Umgang mit dem digitalen Wandel im Sinne der Medienkompetenz, so z.B., um zu sensibilisieren hinsichtlich unerwünschter Phänomene wie unseriöser Quellen. Dabei geht es nicht darum, Technologie um der Technologie willen zu nutzen. Es geht vielmehr um lernförderliche Konzepte, die Bildungsprozesse unterstützen in der Auseinandersetzung mit der digitalen Welt mit ihren verschiedenen Facetten (Stichworte sind z.B. Entgrenzung, kritische Mediennutzung).

Auch Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien, die 2022 die Präsidentschaft der KMK übernommen hat, sieht seit dem Jahr 2020 einen deutlichen Digitalisierungsschub an den Schulen. Dennoch warte bei der Nutzung digitaler Medien im Unterricht, vor allem aber bei der Ausstattung der Schulen, noch viel Arbeit auf alle Beteiligten. Digitalisierung sei aber mehr als Infrastruktur und technische Ausstattung. Digitalisierung gehe nicht ohne Lehrkräfte (KMK, PM v. 13.01.2022). Und, so sei ergänzt, digitaler Wandel geht auch nicht ohne engagierte Schulleiterinnen und Schulleiter und deren schulische Führungsteams, ohne aktive schulische Steuergruppen, ohne all die anpackenden schulischen Gremien und Arbeitsgruppen, denen Schulentwicklung unter digitalen Vorzeichen ein Anliegen ist.

Der aktuelle Band XXXI aus der Reihe Grundkurs Schulmanagement greift dieses Themenfeld auf und widmet sich dem Thema »Digitaler Wandel und Bildung: Lernen mit, durch und über Technologie«. Die im Band versammelten Autorinnen und Autoren loten aus, wie vor diesem Hintergrund Bildung ermöglicht und gestaltet werden, wie Biografieförderung gelingen kann und welche Aufgaben Bildungsakteure und weitere gesellschaftliche Akteure dabei haben. Diese Beiträge basieren auf dem Diskurs des World Education Leadership Symposiums (WELS.EduLead.net) und des Jahrbuchs Schulleitung (www.Bildungsmanagement.net/JB-SL).

© 2022 Institut für Bildungsmanagement und Bildungsökonomie